• Wir sind das Web! Frauen aus Web-, Kommunikations- und Kreativberufen im Gespräch Podcast

    KI im Recruiting: Was Bewerberinnen* wissen sollten — mit Prof. Katharina-Maria Rehfeld

    Welche Rolle spielt eigentlich Künstliche Intelligenz bei der Jobsuche? Müssen Bewerberinnen* in Zukunft eine KI davon überzeugen, die ideale Mitarbeiterin zu sein? Ganz so weit ist es in Deutschland noch nicht, aber KI-Tools im Recruiting werden auch hier schon genutzt. Personaler*innen versprechen sich davon mehr Effizienz bei der Mitarbeitenden-Suche. Kritiker*innen sagen, hier werden Menschen mit Hilfe einer Blackbox bewertet: mit welchen Daten wurde die KI trainiert, wie kommt das System zu einer Entscheidung? Für Bewerber*innen und oft auch für die Recruiter selbst, sind diese Informationen nicht transparent.

    Was das für Jobsuchenden bedeutet und wie sich die Technologie auf den Arbeitsmarkt auswirken könnte, damit beschäftigt sich Dr. Katharina-Maria Rehfeld. Sie ist Professorin für Personalmanagement an der IU Internationale Hochschule in Erfurt und arbeitet dort unter anderem zu den Themen Internationales Personalmanagement und Personalentwicklung. Im Gespräch mit Jenny Genzmer blickt sie optimistisch auf die Entwicklung, aber ermutigt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit KI.

    Mit anderen Wissenschaftler*innen und der Charta der Vielfalt e. V. hat sie ein wissenschaftlich fundiertes Instrument entwickelt, mit dem Unternehmen ihren aktuellen Stand in Sachen Diversity messen und weiterentwickeln können: das „Diversity-Reifegradmodell“.

    Musik: Löhstana, Demain je change de vie

    Links

    Beispiele für KI-gestützte Programme, die Personalabteilungen bereits für das Recruiting von Bewerber*innen nutzen :

    Workday https://www.workday.com/

    Softgarden https://softgarden.com/de/

    Personio https://www.personio.de/

    SAP SuccessFactors https://www.sap.com/products/hcm.html

    Die EU-KI-Verordnung (AI Act) regelt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Europäischen Union. In Artikel 13 geht es um die Anforderungen an Hochrisiko-KI-Systeme. KI im Recruiting fällt darunter, das heißt, sie muss besonders gut geprüft werden, sie muss sehr transparent eingesetzt werden und es muss am Ende immer ein Mensch entscheiden.
    https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/de/ai-act/article-13

    KI im Recruiting: Was Bewerberinnen* wissen sollten — mit Prof. Katharina-Maria Rehfeld

    Welche Rolle spielt eigentlich Künstliche Intelligenz bei der Jobsuche? Müssen Bewerberinnen* in Zukunft eine KI davon überzeugen, die ideale Mitarbeiterin zu sein? Ganz so weit ist es in Deutschland noch nicht, aber KI-Tools im Recruiting werden auch hier schon genutzt. Personalerinnen* versprechen sich davon mehr Effizienz bei der Mitarbeitenden-Suche. Kritikerinnen* sagen, hier werden Menschen mit Hilfe einer Blackbox bewertet: mit welchen Daten wurde die KI trainiert, wie kommt das System zu einer Entscheidung? Für Bewerberinnen* und oft auch für die Recruiter selbst, sind diese Informationen nicht transparent.

    Was das für Jobsuchenden bedeutet und wie sich die Technologie auf den Arbeitsmarkt auswirken könnte, damit beschäftigt sich Dr. Katharina-Maria Rehfeld. Sie ist Professorin für Personalmanagement an der IU Internationale Hochschule in Erfurt und arbeitet dort unter anderem zu den Themen Internationales Personalmanagement und Personalentwicklung. Im Gespräch mit Jenny Genzmer blickt sie optimistisch auf die Entwicklung, aber ermutigt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit KI.

    Mit anderen Wissenschaftlerinnen* und der Charta der Vielfalt e. V. hat sie ein wissenschaftlich fundiertes Instrument entwickelt, mit dem Unternehmen ihren aktuellen Stand in Sachen Diversity messen und weiterentwickeln können: das „Diversity-Reifegradmodell“.

    Musik: Löhstana, Demain je change de vie

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    Beispiele für KI-gestützte Programme, die Personalabteilungen bereits für das Recruiting von Bewerber*innen nutzen :

    Workday https://www.workday.com/

    Softgarden https://softgarden.com/de/

    Personio https://www.personio.de/

    SAP SuccessFactors https://www.sap.com/products/hcm.html

    Die EU-KI-Verordnung (AI Act) regelt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Europäischen Union. In Artikel 13 geht es um die Anforderungen an Hochrisiko-KI-Systeme. KI im Recruiting fällt darunter, das heißt, sie muss besonders gut geprüft werden, sie muss sehr transparent eingesetzt werden und es muss am Ende immer ein Mensch entscheiden.
    https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/de/ai-act/article-13

    Anne Roth: Die Betroffenen-Zahlen von Digitaler Gewalt sind eklatant hoch

    Was kann ich tun, wenn ich gestalkt werde? Das ist eine Frage, die das Team vom BERIT Beratungszentrum häufiger von ratsuchenden Frauen erreicht. In dieser Folge spricht Jenny Genzmer mit der Netz-und Digitalexpertin Anne Roth darüber, was Stalking genau ist, wie es sich unterscheidet von anderen Formen digitaler Gewalt gegen Frauen und wo Betroffene Hilfe finden können. 

    In der Forschung und auch bei Strafverfolgungsbehörden fehlt bis heute sehr viel Wissen über das Thema. Und das, obwohl vor allem Frauen immer wieder die Erfahrungen machen, dass sie von ihrem Partner digital überwacht – oder von einer ehemaligen Partner*in oder einem Bekannten sogar gestalkt werden. 

    Anne Roth ist Referentin für netzpolitische Themen der Fraktion `’Die Linke‘ im Deutschen Bundestag. Sie schreibt und bloggt über Innenpolitik, Medien und Feminismus. Das Thema digitale Gewalt gegen Frauen ist eins, über das sie seit Jahren auf großen Bühnen spricht und in Kolumnen thematisiert um mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Denn obwohl umfassende Erkenntnisse zum Thema noch fehlen, zeigen kleinere, spezifische Studien: die Zahlen von Betroffenen sind eklatant hoch. 

    Links

    Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“
    https://www.hilfetelefon.de
    Rund um die Uhr erreichbar unter 08000 116 016 – anonym, kostenlos und in vielen Sprachen. Unterstützung für Frauen in Gewaltsituationen sowie für Angehörige und Fachkräfte.

    BFF – Frauen gegen Gewalt e.V.
    https://www.frauen-gegen-gewalt.de
    Der Bundesverband vernetzt Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe in ganz Deutschland. Auf der Website gibt es Infos zu Gewaltformen und eine Suchfunktion für Hilfsangebote vor Ort.

     Aktiv gegen digitale Gewalt
    https://www.aktiv-gegen-digitale-gewalt.de/de
    Ein Projekt des BFF speziell zu digitaler Gewalt. Die Seite bietet Informationen, Schutz-Tipps und Materialien zu konkreten Szenarien, wie Online-Belästigung, Stalking und Überwachung.

    Frauenhauskoordinierung e.V. (FHK)
    https://www.frauenhauskoordinierung.de
    Der Verein Frauenhauskoordinierung (FHK) unterstützt deutschlandweit Frauenhäuser und Fachberatungsstellen. Auf der Internetseite werden bundesweite und regionale Hilfe-, Schutz- und Beratungsangebote für Betroffene von Gewalt und auch spezifisch digitaler Gewalt vorgestellt.

    Anti-Stalking-Projekt der Haecksen
    https://antistalking.haecksen.org
    Die Hacksen sind eine FLINTA*-Gruppe im Umfeld des Chaos Computer Club (CCC). Informiert wird über Schutzmöglichkeiten, Sicherheitsmaßnahmen und Tools, um sich gegen Überwachung und Belästigung zu wehren.

    Berliner Anti Stalking Projekt – Fachbereich Cyberstalking
    https://www.anti-stalking-projekt.de/cyberstalking/
    Kostenlose Beratungen für Frauen*, die von Stalking und/oder Cyberstalking betroffen sind.

    Mehr zu und von Anne Roth
    https://annalist.noblogs.org/about

    Musik: Löhstana, Demain je change de vie

    KI-Forscherin Vera Schmitt: Der Einstieg in Künstliche Intelligenz ist so einfach wie nie

    Was ist Desinformation? Warum sollte ich gerade in meinem Social-Media Alltag darauf achten und warum hat Künstliche Intelligenz Desinformation noch gefährlicher gemacht?

    Dr. Vera Schmitt erforscht Künstliche Intelligenz (KI). Sie leitet mehrere Projekte am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und an der Technischen Universität Berlin.

    Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Desinformation, also die gezielte Täuschung von Menschen – vor allem im Internet –, mithilfe von KI aufgedeckt werden kann.

    Vera Schmitt schaut aber nicht nur kritisch auf KI-generierte Inhalte auf Social Media. Im Gegenteil: Sie erzählt von vielen KI-Programmen, die jede leicht Zuhause ausprobieren und anwenden kann.

    Außerdem geht es um Weiterbildungsmöglichkeiten, um das Thema KI besser zu verstehen und sogar zu professionalisieren.

    Links

    KI-Chatbots (Große Sprachmodelle)

    • Midjourney (KI-gestützte Bildgenerierung)

    • DALL-E (KI-Bildgenerator von OpenAI)

    • 11 Labs (KI-Stimmen-Generator)

    • Sora (KI-gestützter Video-Generator)

    • ChatGPT (KI-gestützter Chatbot von OpenAI)

    • Claude (KI-gestützter Chatbot von Anthropic)

    • Claude 3.7 (Update vom KI-Modell Claude, mit dem man Code schreiben und analysieren kann)

    Verifikationstools

    • We Verify – www.weverify.eu (Tool zur Überprüfung von Fake News und Desinformation)

    • Deep Fake-O-Meter – www.deepfakeometer.com (Erkennung von Deepfake-Bildern und -Videos)

    • News Polygraph – (KI-gestütztes Fact-Checking-Tool vom rbb und der Deutschen Welle, das noch nicht veröffentlicht ist)

    Weiterbildung

    Weitere genannte Websites

    Das Interview führte Jenny Genzmer. Die Aufzeichnung fand am 23. März 2025 statt.
    Musik: Löhstana, Demain je change de vie

    Die mit den Daten tanzt: Berit Kruse, Datenjournalistin und Daten-Sonification-Expertin

    Welches Nutzen haben Daten im Journalismus? Sie machen komplexe Themen verständlich und Zusammenhänge sichtbar. Investigative Recherchen stützen sich auf faktenbasierten Analysen, um Missstände aufzudecken und neue Perspektiven zu erschließen. Dabei spielt Visualisierung eine große Rolle: sie hilft dabei, Informationen zugänglich und ansprechend zu präsentieren. Datenjournalismus vereint also journalistische Recherche, Statistik, Datenwissenschaft und Datenvisualisierung.

    Berit Kruse arbeitet seit fünf Jahren bei der Süddeutschen Zeitung als Datenjournalistin. Sie sucht Daten, mit Hilfe von Programmen, wertet sie aus und packt sie in spannende Stories. Und hegt mit Kolleg*innen eine besondere Leidenschaft: die Sonorisierung von Daten!

    Elisabetta Gaddoni hat sie für unseren Podcast „Wir sind das Web!“ gefragt, welche Kompetenzen notwendig sind, um Datenjournalistin zu werden, welche Chancen Datenjournalismus für Quereinsteigerinnen bietet, und schließlich was es mit Datensonifikationen auf sich hat.

    Wir bringen Daten zum Klingen und euch zum Tanzen! Diese Performance verbindet algorithmische Komposition und Live-Coding mit Datensonifikation, um auf experimentelle Weise elektronische Musik zu erzeugen. Was für andere DJ’s Platten sind, sind für uns Datensätze“ (Berit Kruse)

     

    Links:

    https://www.sueddeutsche.de/autoren/berit-kruse-1.5103874

    https://re-publica.com/de/user/12079

    Von Berit Kruse empfohlen:

    Visualisierungstool Datawrapper: https://app.datawrapper.de/

    Datacamp – Coden lernen: https://www.datacamp.com/

    Datasonifyer, Sonifications-Tool + Tutorials
    https://datasonifyer.de/

    Sonifriday – das Projekt mit dem Kollegen https://www.instagram.com/sonifriday

    Über Datenjournalismus bei der SZ
    https://www.sueddeutsche.de/kolumne/datenjournalismus-corona-pandemie-klimakrise-1.5660746

    Masterstudiengang in Leipzig
    https://www.sozphil.uni-leipzig.de/institut-fuer-kommunikations-und-medienwissenschaft/studium/master-of-science-journalismus

    Beliebte Programmiersprache für Datenjournalismus
    https://www.r-project.org/about.html

    Beliebte Programmiersprache für Sonification
    https://sonic-pi.net/

    Sonification-Community
    https://decibels.community

    Das Interview führte Elisabetta Gaddoni.
    Musik: Löhstana, Demain je change de vie

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